In den Projekten dieses Schwerpunkts forschen wir zu Prozessen Professionalisierung von Hochschullehre, zu positivem und negativem emotionalem Erleben von Studierenden und Hochschulabsolventen und Effekten dieser Variablen auf Studienerfolg. Dabei nehmen wir Zusammenhänge mit grundlegenden Persönlichkeitseigenschaften und persönlichen Zielen der Studierenden ebenso in den Blick wie den Erklärungswert institutioneller Rahmenbedingungen. Dieser Schwerpunkt ist darauf ausgerichtet, Spielräume für die Optimierung von Lehr-/Lernprozessen an Hochschulen auszuloten.

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Forschungsprojekte zur Hochschulforschung


Unterrichtsqualität an der Hochschule – Was zeichnet gute Lehre aus?

Projektleitung: Stephan Kröner
Mitarbeitende:
Eva Fritzsche, Marcus Penthin, Antje Reichert
Zeitraum:
2013-2014
Finanzierung: Eigenmittel (Begleitforschung zu Maßnahmen im Rahmen des BMBF-Programms „Qualitätspakt Lehre“)

Zusammenfassung:

Die Lehre an Hochschulen steht immer wieder im Fokus öffentlicher Kritik. Es werden daher zunehmend Maßnahmen des Qualitätsmanagements ergriffen, um die Qualität der Lehre zu verbessern. Hierzu ist es jedoch notwendig, Kriterien für gute Hochschullehre zu kennen. Ziel des Projektes ist es deshalb, zunächst den Stand der hochschuldidaktischen Forschung zu ermitteln, um Schwerpunkte bisheriger Forschung ebenso wie relevante Forschungslücken herauszuarbeiten. Ausgehend von diesen Ergebnissen sowie anhand von nationalen und internationalen Best-Practice Beispielen sollen Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, die zur Erhöhung der Qualität der Hochschullehre beitragen können. In diesem Zusammenhang sollen auch Ergebnisse aus der Unterrichtsforschung an Schulen auf ihre Übertragbarkeit auf die Hochschullehre hin überprüft werden. Dies ist Gegenstand eines weiteren, derzeit in Antrag befindlichen Projekts.

 


 

Warum überschreiten Studierende die Regelstudienzeit? Systematisierung der Ursachen und Entwicklung eines Fragebogen

Projektleitung: Stephan Kröner
Zeitraum:
2012-2015
Projektmitarbeitende:
Eva S. Fritzsche, Marcus Penthin
Finanzierung: Eigenmittel

Zusammenfassung:

Zwar haben sich seit der Einführung der gestuften Studiengänge die Studienzeiten bis zu einem ersten Abschluss in Deutschland verkürzt, allerdings trifft dies nicht auf alle Fachrichtungen und Hochschulen gleichermaßen zu. Für Hochschulleitungen ist es daher von großem Interesse zu wissen, auf welcher Ebene die Ursachen einer Regelstudienzeitüberschreitung an deren Hochschule liegen, um entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können, da nicht zuletzt die Einhaltung der Regelstudienzeiten einen Indikator für die Studierbarkeit darstellt. Um Fragebögen zur Erhebung entsprechender Informationen zu entwickeln wurden daher in einem ersten Teilprojekt Gründe für eine Überschreitung der Regelstudienzeit ermittelt und systematisiert. Dazu wurden zunächst vorliegende Studierendenbefragungen, Absolventenbefragungen und Studien zu hochschulstatistischen Daten daraufhin ausgewertet, welche Informationen zu möglichen Ursachen einer verlängerten Studiendauer bzw. einer Überschreitung der Regelstudienzeit sie beinhalten. Diese Ursachen wurden für das Projekt systematisiert und kategorisiert. Als weitere Quelle für die Kategorisierung wurden qualitative Daten (N = 565) aus einer Studierendenbefragung an der FAU herangezogen und inhaltsanalytisch ausgewertet. Ausgehend vom so entstandenen differenzierten Kategoriensystem soll in einem zweiten Teilprojekt ein Instrument entwickelt werden, das es ermöglicht, die Relevanz der auf verschiedenen Ebenen (Studienbedingungen an der Hochschule, individuelle Eingangsvoraussetzungen und persönliche Lebensbedingungen) liegenden Ursachen von Regelstudienzeitüberschreitungen ökonomisch und valide zu identifizieren.

Veröffentlichungen:

Penthin, M., Fritzsche, E. S., & Kröner, S. (im Druck). Gründe für die Überschreitung der Regelstudienzeit aus Studierendensicht. Beiträge zur Hochschulforschung.

 

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